Das Omen 666
Kathrin Thorn, die Gattin des amerikanischen Botschafters in Rom, bringt in einer Gewitternacht ihr erstes Kind zur Welt. Doch Robert, dem Vater des Kindes, wird von einem zufällig anwesenden Priester mitgeteilt, dass ihr Kind bei der Geburt gestorben ist. Der Priester überredet Robert dazu, einen fremden Säugling, dessen Mutter bei der Geburt gestorben ist, als sein eigenes Kind anzunehmen und seiner Frau nichts über das Kuckuckskind zu erzählen. Robert lässt sich auf das seltsame Anliegen des Priesters ein. Fünf Jahre später wird er diese Entscheidung, das fremde Kind anzunehmen, bitter bereuen.Eine Erinnerung: Ich kann mich noch gut an meinen ersten Kontakt mit dem Original von „Das Omen“ erinnern. Es war eine dieser heimlichen, langen Fernsehnächte im jugendlichen Alter - irgendwann Mitte der 80er-Jahre. Die Eltern waren aus dem Haus. Sicher im Kino, Theater oder mit Freunden endlich mal wieder „einen drauf machen“. Die Möglichkeit einen Horrorfilm nach Null Uhr zu sehen, konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Also, nach dem „Aktuellen Sportstudio“ noch schnell einige Nutellabrote geschmiert, ordentlich Kakao angerührt um so die mitternächtliche Gruselstunde auch kulinarisch abzurunden. Gespannt und voller Vorfreunde konnte ich das „Sturmfreiebuden-Horror-Spektakel“ beginnen. Kurz gesagt, die leckeren Nutellabrote und der Liter Kakao warteten, fast gänzlich unberührt, bis zum nächsten Morgen auf ihren Verzehr. Ich machte das, was ein Jugendlicher nie macht, wenn die Eltern weg sind. Ich schaltete den Fernseher schnell aus! „Damien“; dieses Kind Satans, dieser Auswurf der Hölle, dieser diabolische Drecksbalg hat mich geschafft. Mir mit seinem Blick jeglichen Schneid aus den Knochen gezogen, die Knie schlottern lassen und meinem Teint die Farbe von Milch gegeben. Um da noch herauszukommen, blieb mir noch eines übrig: Kapitulation – ab ins Bett kleines Sensibelchen!Nun gibt es diese Neuverfilmung des besagten Horrorfilms und ich soll eine Kritik dazu verfassen. Doch das ist unmöglich für mich. Zwar bin ich im Laufe der Zeit reifer und ganz bestimmt ist meine Gruseltoleranz weit größer geworden, doch das Wort Kritik im Zusammenhang mit „Damien“ zu verwenden ist mir bis heute nicht geheuer. Denn eines ist gewiss: „Er“ kommt wieder – damals ist es auch nicht bei einem Teil geblieben. [raha]